Die Schweiz in der Welt und in Europa
In meinen zahlreichen Kontakten habe ich überall in der Welt festgestellt, dass die Schweiz einen hervorragenden Ruf geniesst. Drei Gründe sind massgebend: (1) Das friedliche Zusammenleben und der gegenseitige Respekt verschiedener Kulturen und Sprachen, (2) unsere Demokratie und unsere Rechtsstaatlichkeit, und (3) unsere Neutralität. Dieser Werte müssen wir uns immer bewusst sein. Sie sind Grundlage unserer internationalen Wertschätzung unseres gesellschaftlichen Friedens und unseres wirtschaftlichen Erfolges.

Nach dem EWR-Nein 1992 stagnierte die Schweiz wirtschaftlich während über 10 Jahren. Unser wirtschaftliches Zusammenleben mit Europa war erschwert, während es sich die anderen Länder gegenseitig erleichterten. Die bilateralen Verträgen I und II haben unser Verhältnis erfolgreich neu gestaltet. Der wirtschaftliche Aufschwung der Schweiz seit 2004 ist im Wesentlichen Folge davon.
Wir setzen den bilateralen Weg fort, wie ihn auch das Schweizer Volk mehrfach bestätigt hat. Der EU-Beitritt ist mit gutem Grund kein Ziel mehr, weder für die CVP noch für den Bundesrat. Allerdings müssen wir uns bewusst sein, dass für die Schweiz gute vertragliche Verbindungen mit der Europäischen Union (EU) lebensnotwendig sind. Wir verdienen jeden zweiten Franken im Ausland und jeden dritten in der EU. Die eigenen Interessen gut zu wahren, verlangt bisweilen auch Konzessionen.
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Keinerlei Konzessionen aber darf die EU dort erwarten, wo ihre Regierung (EU-Kommission) die Steuerhoheit und damit die Souveränität der Schweiz als befreundetem Nachbarn frontal angreift. Wir verhandeln nicht über die Steuerhoheit von Bund und Kantonen! Wir verschliessen uns Gesprächen nicht und erklären unseren Standpunkt. Aber ohne jede Aussicht, darüber je zu verhandeln und nachzugeben! Wir haben den Bundesrat zu kompromissloser Haltung aufgefordert. Er hat diese übernommen – der Weg erweist sich als richtig.
 
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