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Unsere Sozialwerke sind zentral für die gelebte, eidgenössische Solidarität. Sie sichern die Existenz im Alter und sind Auffangnetz für die Schwachen. Wir haben AHV, Invalidenversicherung (IV) und Arbeitslosenversicherung gut ausgestattet. Unsere Altersvorsorge – stehend auf den drei Säulen AHV, berufliche Vorsorge und eigenem Sparen – gilt weltweit als mustergültig. Denn sie ist eine fast ideale Mischung zwischen gemeinschaftlicher Solidarität und individueller Verantwortung.
Doch zwei Umstände gefährden sie: die zunehmende Lebenserwartung erhöht das Verhältnis der Rentenbezüger gegenüber der berufstätigen Bevölkerung in der AHV und in den Pensionskassen. Und die Leistungen der IV und der Arbeitslosenkasse werden zunehmend stärker beansprucht. Das verlangt von der Politik und der Gemeinschaft Schweiz Massnahmen. Wer sich ihnen verschliesst, gefährdet die Sozialwerke ganz bewusst. Denn er verteilt ihre Mittel, ohne für genügende Finanzierung zu sorgen. Auch Sozialwerke sind kein Bancomat, der im Himmel gefüllt und in der Schweiz geleert wird!
Die Zahlen sind dramatisch: Die IV ist mit 10 Milliarden bei der AHV verschuldet; jährlich kommen noch immer rund 1.5 Milliarden dazu. Die AHV weist vorläufig noch Überschüsse aus; doch wissen wir aufgrund der Demographie, dass sie ab ca. 2011 defizitär sein wird. Wenn wir nichts ändern, bestehen AHV-Reserven in wenigen Jahren nur noch aus Guthaben gegenüber der bankrotten IV. Die Zustände sind unverantwortbar! Wir leben auf die Kosten der nächsten Generationen. Wir wollen gute Sozialwerke, aber unsere Generation muss für die heutigen Leistungen selber aufkommen. Es ist politisch unhaltbar, durch heutige Leistungen massive Schulden aufzuhäufen, welche unsere Kinder zurück zahlen müssen. …und deshalb ihre eigenen Leistungen massiv werden kürzen müssen.
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