Sicherheit und friedliches Zusammenleben
Im Vergleich mit anderen Ländern Europas ist die Schweiz noch immer ein sicheres Land. Aber wir mussten leider einige Abstriche machen. Wenn Mädchen von Halbwüchsigen vergewaltigt und das Leben ganzer Familien mit brutaler Gewalt ausgelöscht werden, sind dies schlimme Zeichen von Verrohung und Verwahrlosung unserer Gesellschaft.
Die Verantwortung liegt zum einen Teil bei unserer Gesellschaft, zum anderen Teil bei den Eltern. Wo Jugendliche gewalttätig werden, muss der Staat einschreiten. Wo es in der Schule geschieht, ist es Pflicht der Lehrer und Schulleitung, sofort und konsequent zu handeln. Doch Lehrer brauchen dazu die Unterstützung der Eltern. Diese fehlt zum grossen Teil. Lehrer sind für viele Eltern nicht mehr Partner in der Erziehung ihrer Kinder. Zu oft höre ich, dass sich Eltern darum foutieren, was ihre Kinder tun. Eltern sind in erster Linie für ihre Kinder verantwortlich und dürfen ihre Pflicht nicht auf Staat und Schule abschieben!
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Bruno Frick bei der Einweihung des restaurierten Bunkers in Schindellegi.
Friedliches Zusammenleben in der Schweiz ist nur möglich, wenn sich Ausländer – und vor allem die Eltern von schulpflichtigen Kindern – rasch in unsere Gesellschaft integrieren. Integration ist keine Einbahnstrasse und nicht nur Pflicht der Schweizer. Integration ist die Pflicht jeder Ausländerin und jedes Ausländers. Dazu gehört die Pflicht, die deutsche Sprache zu lernen und mit der Schule zusammen zu arbeiten, Elterntage usw. zu besuchen. Wer das nicht tut, verwirkt das Recht, sich mit seiner Familie in der Schweiz aufzuhalten!

Hingegen sind alle Schweizer und Ausländer frei, ihre Religion auszuüben. Solange sie sich an die Rechtsordnung halten und die anderen dabei nicht belästigen. Religionsfreiheit ist ein zentrales Gut der freien Staaten. Ich lasse sie durch einzelne Scharfmacher – egal ob sie Christen oder Muslime sind – nicht wegnehmen. Deshalb dürfen alle ihre religiösen Zeichen tragen – egal ob als ‚gewöhnliche’ Bürgerinnen und Bürger, als Ordensleute, als Christen, Muslime oder als Juden. Wer generell Minarette in der Schweiz verbieten will, handelt so dumm wie jene Schweizer im 19. Jahrhundert, die den Katholiken in den protestantischen Städten den Bau von Kirchen untersagen wollten, weil sie diese als Gefahr für ihren Frieden einstuften. Gefährlich ist nicht die Religion, gefährlich sind ihre Fanatiker! Diese gilt es in die Schranken zu weisen.
 
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